Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten bei Tierhaarallergien

Die Augen jucken, die Nase läuft und ein ständiger Nieszwang raubt einem „den letzten Nerv“. Eine Allergie ist alles andere als angenehm. Doch was kann man dagegen tun, wenn man wie aus heiterem Himmel auf den geliebten Vierbeiner allergisch reagiert? Wie findet man heraus, ob es sich tatsächlich um eine Hunde- oder auch Katzenallergie handelt? Was sind die Symptome und vor allem was kann man dagegen tun? Gibt es eventuell sogar eine Möglichkeit, dem hyperaktiven Immunsystem Herr zu werden?

Allergietests

Verschiedene gängige Allergietests können Aufschluss geben. So beispielsweise der sogenannte Prick-Test, bei dem der Arzt das Allergen-Extrakt mit einer Lanzette unter die Haut sticht. Die Methode ist schmerzfrei und kann innerhalb von circa 15 Minuten erste Ergebnisse zeigen. Kommt es zu einer Hautrötung oder gar Quaddel Bildung, kann man von einer Allergie ausgehen.

Eine etwas schmerzhaftere Methode ist der Intrakutan Test, bei dem das Allergen unter die Haut gespritzt wird. Dieser Test ist noch etwas genauer und man kann selbst „leichte“ Allergien erkennen. Da es hier aber auch schon einmal zu schweren Reaktionen, wie dem gefürchteten Allergischen Schock kommen kann, wird empfohlen, diesen Test ausschließlich in einer allergologischen Abteilung eines Krankenhauses machen zu lassen.

Eine weitere Testmöglichkeit ist der Bluttest. Dieser wird bevorzugt bei Kindern eingesetzt, die eine „Nadelangst“ haben. Aber auch für Neurodermitis-Erkrankte kann dieser Test eine Erleichterung sein, denn die Haut wird nicht unnötig strapaziert. Auch wenn ein vorangegangener Hauttest keine Ergebnisse zeigen konnte, aber trotzdem davon ausgegangen wird, dass eine Allergie vorliegt, ist dieser Test sinnvoll. In einem Labor wird das Blut auf Antikörper untersucht. So kann man mit einer ziemlichen Sicherheit sagen, ob der Patient Allergiker ist, und auf was er allergisch reagiert.

Was sind die Auslöser eine Hunde- oder Katzenallergie?

Die meisten Allergiker reagieren nicht, wie allgemein angenommen wird, auf die Tierhaare, sondern meist auf den Speichel der Tiere. Da dieser aber am Fell klebt, können die Tierhaare ebenfalls die unerwünschte Reaktion auslösen. Aber auch Hautschuppen, Tränenflüssigkeit und Tierkot sind Auslöser der heftigen Immunreaktion.

Was kann man gegen Allergien tun?

In erster Linie ist es natürlich die beste Lösung, den Auslöser zu meiden. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Je nach Schwere der Allergie kann es aber tatsächlich sinnvoll sein, den geliebten Vierbeiner wegzugeben. Das fällt schwer, aber unbehandelte Allergien können sich auf die Bronchien legen und schlimmstenfalls sogar Bronchialasthma auslösen.

Möchte man diesen schweren Schritt nicht tun, kann man es natürlich auch mit anderen Methoden probieren. Eine erste Hilfe ist, das Tier auf keinen Fall in die Schlafräume zu lassen. Häufiges Abduschen des Haustieres und tägliches Staubsaugen mit speziell entwickelten Modellen für Allergiker, gehören dann zum Programm. Welche Modelle hier empfohlen werden, kann beispielsweise bei der „Stiftung Warentest“ erfragt werden.

Spezifische Immuntherapie

Manche Patienten versuchen es mit einer spezifischen Immuntherapie. Es wird versucht, dem Immunsystem die Hyperaktivität abzugewöhnen. Indem man dem Körper kleinste Mengen des Allergens zuführt, und diese mit der Zeit immer höher dosiert, wird eine Desensibilisierung angestrebt. Man geht hier bis zur möglichen Höchstmenge und verabreicht die Substanz dann nur noch alle 4 bis 8 Wochen. Eine spezifische Immuntherapie erfolgt meist durch subkutane Injektionen. Es wird also gespritzt. Mittlerweile etablieren sich aber auch andere Methoden, wie die sublinguale Therapie. Hier wird mit Tropfen gearbeitet, die unter der Zunge ihre Wirkung entfalten sollen. Man versucht sich die schnelle Aufnahmefähigkeit der Schleimhäute zu Nutze zu machen. Auch Homöopathen und Heilpraktiker arbeiten häufig mit dieser Methode. Allerdings kommen dann die extrem hohen Potenzen zum Einsatz, mit denen im Allgemeinen in der Homöopathie gearbeitet wird. In einem Labor können diese Informationen (Wirkstoffe oder Substanzen) nicht mehr nachgewiesen werden. Aber auch diese Methode konnte schon enorme Erfolge verzeichnen.

Auch immer mehr Medikamente, ob natürlich oder synthetisch, kommen auf den Markt. Diese bekämpfen aber grundsätzlich die Symptome und können gegen die Allergie als solche nichts ausrichten. Immer bekannter werden auch bestimmte Salben, die dem Allergie-Auslöser noch vor dem Passieren der Nasenschleimhaut, den Garaus machen sollen.

Doch das alles sind nur Beispiele, die Behandlungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die einzelnen Allergien. Wie effektiv die eine oder andere Methode ist, bleibt umstritten. Welche Methode für den Einzelnen zu empfehlen ist, ebenfalls.